Finanzen für die AHV

Im Abstimmungskampf gegen die Rentenreform wurden vom bürgerlichen Gegenkomitee die Jungen gegen die Alten aufgehetzt. Trotzdem unterstützten die Jüngeren mehrheitlich die Vorlage, während sich diejenigen, welche bereits eine Altersrente beziehen, eher dagegen aussprachen! Als im Jahr 1948 die ersten AHV-Renten ausbezahlt wurden, war die Generationen-Solidarität etwas Selbstverständliches. Die Finanzierung wurde von der «aktiven» Generation geschultert. Die Jungen waren froh, dass sie nicht mehr für ihre Eltern aufkommen mussten, und die Alten erleichtert, dass sie von ihren Kindern unabhängig wurden, wobei auch schon damals die Eltern- und Grosseltern-Generation sehr viel unbezahlte Arbeit für die Jüngeren leistete. Mit anderen Worten dient die Solidarität zwischen den Generationen genauso den Jungen wie den Alten.

Nach der Ablehnung der Rentenvorlage vom September geht es vorerst darum, dass die Finanzierung der AHV gesichert wird. Ohne Zusatzeinnahmen soll das Defizit der AHV bis in einigen Jahren mehrere Milliarden betragen. Sämtliche Rentnerorganisationen der Schweiz, jeglicher politischer Couleur, sind sich in vier Punkten einig: Die Rentenhöhe darf nicht reduziert werden, ein Rentenalter über 65 kommt nicht in Frage, die Ergänzungsleistungen, ein wichtiger Ausgleich für finanziell Schwache, dürfen nicht angetastet werden, und angesichts permanent steigender Krankenkassenprämien und teurer Mieten drängt sich ein Ausbau der Sozialversicherungen auf. In der superreichen Schweiz ist dafür kein Geld vorhanden, kein Geld in der Bundeskasse? SVP-Bundesrat Parmelin sieht das anders: Er will für das Militär 15 Milliarden ausgeben, seine Kampfjets allein sollen acht Milliarden kosten, mehr Geld als der AHV-Fonds benötigen würde!
AVIVO Region Basel, der Vorstand

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