Begrüssungsrede von Minka Hofer

zur Jubiläumsfeier «70 Jahre AVIVO – 70 Jahre AHV»

Minka Hofer, Co-Präsidentin von AVIVO Region Basel Foto Claude Giger

Liebe Gäste, liebe Freunde, liebe AVIVO Mitglieder

Im Namen des Vorstandes der AVIVO Region Basel begrüsse ich Sie alle ganz herzlich zur heutigen Feier 70. Jahre AVIVO – 70 Jahre AHV.

Speziell begrüssen möchte ich Herrn Regierungsrat Christoph Brutschin, Herrn Professor Martin Lengwiler, Frau Christiane Jacquet, Präsidentin AVIVO Schweiz und Herrn Martin Rothenbühler, Präsident AVIVO Bern.

Herzlich willkommen sind auch alle Vertreterinnen und Vertreter anderer AVIVO Sektionen der Schweiz die von Zürich, Genf, Bern und Lausanne angereist sind. Wir dürfen Mustafa Atici, der neu gewählte Basler Nationalrat, sowie auch die Vertreter verschiedener politischer Parteien und befreundeter Organisationen bei uns willkommen heissen. Begrüssen möchte ich auch die anwesenden Medienschaffenden.

Aktive, progressive Genossen gründeten 1961 die AVIVO Basel. Heute zählt unsere Sektion rund 400 Mitglieder. Auch wenn wir als Sektion noch nicht 70 Jahre alt sind, so haben wir doch einige Erfolge vorzuweisen.

In den ersten Statuten stand: „Der Verein bezweckt die Förderung und Unterstützung aller Bestrebungen, die darauf gerichtet sind die soziale Lage der Alten, Invaliden, Witwen und Waisen zu verbessern, insbesondere durch Erweiterung der Leistungen von Bund, Kanton und Gemeinden“.

Die Geschichte der AVIVO Basel ist mit den Namen von vielen Politikerinnen und Politikern, vor allem aus der PdA verbunden, die sich während Jahrzehnten für den Ausbau des sozialen Basel eingesetzt haben. Es handelt sich um Persönlichkeiten, die sich weit über ihre Parteigrenzen hinaus Achtung verschafft haben, wie Franz Dübi, Robi Krebs, Theo Dunkel, Louise Stebler, Hansjörg Hofer, Ruedi Bantle, und andere.

Unter den vielen parlamentarischen Vorstössen, Initiativen und Referenden möchte ich ein paar hervorheben:

1960 Anzug im Grossen Rat, dem Mangel an Wohnungen für ältere Leute mit bescheidenem Einkommen müsse abgeholfen werden.

1961 Mobilisierung für die 5. AHV- Revision/ Forderung nach Ruheplatz für Betagte im Kannenfeldpark.

1994/ 1996 Kampf gegen Privatisierung der Chrischona Klinik, gegen die Privatisierung der Verbrennungsanlage und der Kehrrichtabfuhr, Kampf für die Rettung der Öffentlichen Krankenkasse (später Sympany) alles erfolgreich!

Immer wieder wurden Briefe an wichtige Parlamentarier geschickt, um sie auf die Anliegen der Sozialbenachteiligten aufmerksam zu machen. Louise Stebler, Joseph Hupfer, Willy Ryf, Erika Griesbaum, Arnold Amsler aus Basel nahmen an der Alterssession in Bern, organisiert von VASOS im 1997 teil, mit den Themen: AHV, Europa, Generationen und Krankenversicherung.

2004 beteiligt sich AVIVO Basel am Referendum gegen die schleichende Abschaffung der kantonalen Beihilfen für finanziell benachteiligte AHV- und IVRentner.

Sommer 2005 Beteiligung an der Initiative für öffentliche Krankenkasse, d.h. der Einheitskrankenkasse.

In jüngster Zeit unterstützen wir selbstverständlich alle Initiativen, die der AHV zu Gute gekommen wären: Die Initiative „Nationalbankgold für die AHV“, die Initiative „für eine starke AHV“ und mobilisieren immer wieder gegen den Abbau bei den Ergänzungsleistungen.

In Basel stellen wir uns gegen die unsäglichen Unterflurcontainer für Haushaltsabfälle und gegen die Schliessung der Hauptpost. Wir unterstützen Bestrebungen zum Abbau von Hürden, die den Behinderten und Betagten das Leben erschweren und setzen uns gemeinsam mit dem Mieterinnen- und Mieterverband für einen besseren Wohnschutz ein.

Die AVIVO Basel wollte und will heute keine Parteipolitik machen, kämpft aber für eine fortschrittliche Sozialpolitik. Denn unsere Sozialwerke und der Service Public sind in Gefahr.

Mit Roberto Mascetti stellt AVIVO zurzeit den Vizepräsidenten der Seniorenkonferenz 55+, die Dachorganisation der Seniorenorgansationen von Basel.

Legendär sind die öffentlichen Weihnachtsfeiern der AVIVO Basel im Volkshaus mit „furiosem“ Programm, mit Gratiskaffee und Panettone und mit einer reichen Tombola. Unvergesslich sind die Reisen, die von den Verantwortlichen organisiert wurden und auch heute neu geplant und durchgeführt werden – immer wieder von den Mitgliedern sehr geschätzt.

Für all dies setzten sich jahrelang als Präsidentinnen und Präsidenten : Gottlieb Schöneck, Marcel Moine, Willy Ryf, Rene Tobler, Robi Blum, Denise Ruepp, Lukas Stöcklin, aber auch langjährige Vorstandsmitglieder wie Louise Stebler, Claudine Berglas und Walli Arnold ein. Denise Ruepp und Lukas Stoecklin sind heute auch in diesem Saal. Es freut uns, dass sie uns mit ihrer Anwesenheit beehren.

Regelmässig erschien jahrelang „Die Stimme“, unser Mitteilungsblatt redigiert von Susi Hofer, Franziska Genitsch, Robi Blum und Lukas Stoecklin. Heutzutage berichtet unser Bulletin 4 bis 5 Mal im Jahr unter der Redaktion des Co- Präsidenten Peter Flubacher über Aktivitäten und über regionale Probleme. Aktive Helfer dabei sind Beatrice Alder und Markus Schönholzer, der auch die Webseite betreut. Ihnen sei an dieser Stelle gedankt. Allen aktiven Mitgliedern von früher und von Heute (ich habe leider zu wenig Zeit um alle aufzuzählen) gilt unser bester Dank für ihren unermüdlichen Einsatz für die Verteidigung der Rechte der Seniorinnen, Senioren, Invaliden, Witwen und Waisen.

Unser aktiver Vorstand nimmt mit Freude seine Aufgaben den Mitgliedern gegenüber wahr. Die schönen Carfahrten, organisiert und betreut von Silvia Schmidli, Roberto Mascetti, Ursula Gallin, die Veranstaltungen und Führungen initiiert von Anna-Lise Nicolodi und Peter Flubacher, die Spielnachmittage geführt von Mireille Richter, der beliebte Singkreis (von mir geleitet) und die gemeinsamen Mittagessen werden von unseren Mitgliedern immer gerne besucht. Für das gute Funktionieren von Buchhaltung, Versand und Sekretariat sorgen Ursula Topkaya. Almuth Hame und Nick Bramley.

Sämtlichen Vorstandsmitgliedern und all den vielen Helferinnen und Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Anlasses herzlichen Dank.

Ich möchte mit einem Satz enden, der im Jahresbericht von Willy Ryf im Jahre 1999 steht.

„Für die nächste Zukunft sollen wir Kopf und Seele offenhalten, damit wir die noch verbleibende Zeit sinnvoll gestalten können. Das Älterwerden ist nämlich ein spannendes Abenteuer. Auch wenn es Abendstimmung ist, ist der Altersalltag ein schöner Teil im Rhythmus unseres Lebens. Wir müssen Kontakte knüpfen mit anderen Menschen, denn nichts ist schlimmer als Vereinsamung.“

Danke herzlich für Ihre Aufmerksamkeit.

Minka Hofer

Basel, den 30.10.2019

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