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AVIVO Schweiz sagt: Nein zu einer Diskriminierung der Alten!

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) hat für den Fall, dass zu wenig Intensivbetten zur Verfügung stehen, willkürlich eine Alterslimite von 75 bzw. 85 Jahren eingeführt. Das war unnötig. Denn die SAMW-Empfehlungen für Ausnahmesituationen wären völlig ausreichend gewesen, Damit wurde ein gefährliches Präjudiz geschaffen. Deshalb hat AVIVO Schweiz mit folgender Medienmitteilung dagegen protestiert:

«In dieser speziellen vom Coronavirus heimgesuchten Zeit hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften für den Fall, dass es an Intensivbetten fehlen würde, Empfehlungen abgegeben in der Absicht, für medizinethisch schwierige Situationen eine Entscheidungsgrundlage zu liefern.
AVIVO Schweiz ist fassungslos und empört, wie die Empfehlungen für Menschen über 75- und 85 Jahren angewendet werden sollen. Eine Diskriminierung aufgrund des Alters widerspricht Artikel 8 Absatz 2 der Bundesverfassung. Es geht aber hier primär nicht um ein juristisches Problem sondern um ethische Fragen gesellschaftspolitischer Tragweite.
AVIVO Schweiz empfiehlt ihren Mitgliedern, eine Patientenverfügung zu verfassen und erwartet von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten, dass sie sich strikt danach richten. In Notfällen allein aufgrund des Alters zu entscheiden, ist allerdings inakzeptabel. AVIVO Schweiz fordert die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften dazu auf, ihre umstrittene Empfehlung umgehend zurückzunehmen.
Wir legen Wert darauf festzuhalten, dass die Resourcenknappheit eine Folge der neoliberalen Sparpolitik ist, gegen die wir uns seit Jahrzehnten gewehrt haben. Die jetzige quasi kriegsähnliche Notsituation zeigt, wohin dies geführt hat.»


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