Avivo in den Medien

Sparen bei den Ärmsten? Petition zur Wiedereinführung von Winterzulage und Winterhilfe

Eine Petition in Allschwil fordert die Wiedereinführung der gestrichenen Winterzulage und Winterhilfe. Die Unterstützenden kritisieren, dass trotz Millionengewinns der Gemeinde bei den ärmsten Einwohnerinnen und Einwohnern gespart werde.

Hier finden Sie die komplette Mitteilung mit Unterschriftenblatt.

Nein zur unwürdigen Teilrevision des EL-Gesetzes

Medienmitteilung
Liestal, 28. Oktober 2025

Mit der Teilrevision des Ergänzungsleistungsgesetzes werden Beziehende von Ergänzungsleistungen zusätzlich belastet. Für Heimbewohnende bedeutet die Vorlage 120 Franken weniger Ergänzungsleistungen pro Monat. SP, Grüne und Avivo engagieren sich deshalb für ein Nein zum Ergänzungsleistungsabbau.

Am 30. November stimmen wir im Baselbiet über eine Teilrevision des Ergänzungsleistungsgesetzes. Einmal mehr sollen die Folgen einer verfehlten bürgerlichen Finanzpolitik auf jene abgewälzt werden, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Ergänzungsleistungen (EL) unterstützen Menschen, die AHV oder IV beziehen und deren Einkommen nicht zum Leben reicht. Sie greifen, wenn die anrechenbaren Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Als Einnahme wird auch ein Teil des Vermögens berücksichtigt. Neu soll dieser sogenannte Vermögensverzehr für Heimbewohnende von 10 auf 20 Prozent verdoppelt werden. Das bedeutet: Das kleine Ersparte, das Betroffene noch haben, wird doppelt so schnell aufgebraucht.

Die Teilrevision bringt nichts, sondern schikaniert Seniorinnen und Senioren. Die angeblichen Einsparungen sind verschwindend klein im Verhältnis zum Preis, den die Betroffenen zahlen. Weniger als 3 Millionen Franken pro Jahr fliessen dadurch in die Staatkasse. Das ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Hinzu kommt: Bereits heute werden ausbezahlte Leistungen nach dem Tod von EL-Beziehenden zurückgefordert. Mit dem höheren Vermögensverzehr wird zwar weniger EL ausbezahlt, gleichzeitig fällt aber auch die Rückforderung bei den Erben kleiner aus. Das finanzielle „Einsparpotenzial“ der Revision wird also noch weiter schrumpfen.

Das Baselbiet braucht keine zynischen Kürzungen bei den Sozialleistungen auf dem Rücken von Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen. Wir sagen klar Nein zur unwürdigen Teilrevision des EL-Gesetzes.

Weitere Infos unter: www.el-gesetz-nein.ch

Auskunft erteilen:

  • Tania Cucè, Vizepräsidentin SP Baselland, 079 343 65 12
  • Natalie Oberholzer, Landrätin Grüne Baselland, 076 340 48 93
  • Nick Bramley, Präsident AVIVO Region Basel, 078 753 70 10

Klimaschutz ist mehr als nur ein Wunsch. Es ist eine Pflicht

Die AVIVO Schweiz unterstützt die Forderungen der Schweizer Klima-Seniorinnen und begrüsst deren Aktivitäten. Sie freut sich insbesondere über deren Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der entschieden hat, dass die Schweiz die Menschenrechte verletzt, indem sie nicht die notwendigen Massnahmen gegen die Klimaerwärmung ergreift.

Um dieses Ziel wirksam zu unterstützen, gründet die AVIVO eine Arbeitsgruppe Klima, um die diesbezüglichen Aktivitäten auf nationaler Ebene zu koordinieren».

Verabschiedet an der Delegiertenversammlung vom 4. Juni 2025 in Genf

Pressemitteilung

AVIVO
Vereinigung zur Wahrung der Interessen der jetzigen und künftigen Rentnerinnen und Rentner

Lausanne, den 17. Januar 2024

Für Solidarität zwischen den Generationen –
Nein zu überhöhten Krankenkassenprämien für Senioren

Höhere Krankenkassenprämien für Senior:innen? Solches schwebt Nationalrat Philippe Nantermod vor. AVIVO Schweiz, die Vereinigung zur Wahrung der Interessen der jetzigen und künftigen Rentnerinnen und Rentner, lehnt dieses Ansinnen, das die Generationensolidarität aufbrechen will, entschieden ab.

Bereits mit dem jetzigen Krankenversicherungsgesetz (KVG) ist die Finanzierung unsolidarisch. Und Nationalrat Nantermod möchte die Senior:innen mit einem Zuschlag noch mehr belasten, einer Bevölkerungsgruppe, die ihr ganzes Leben lang Prämien einbezahlt hat und häufig mit Freiwilligenarbeit, Kinderbetreuung und Verwandtenpflege wichtige Verantwortung übernimmt!

Die Prämien haben sich seit 1997 mehr als verdoppelt, während die Renten praktisch stabil geblieben sind. Die Gesundheitsausgaben fressen einen immer grösseren Teil unseres Haushaltbudgets weg, insbesondere bei Rentner:innen mit kleinem Einkommen, dem Bevölkerungsteil, für welchen sich AVIVO seit bald 80 Jahren einsetzt. AVIVO Schweiz bekräftigt, dass die Gesundheitskosten solidarisch unter der Bevölkerung verteilt werden sollten. Ausserdem befürworten wir eine Finanzierung des Gesundheitswesens über Steuereinnahmen, wie es in den meisten Industrieländern der Fall ist.

Béatrice Métraux – Co-Präsidentin AVIVO Schweiz – 079 703 82 29
Anne-Catherine Lyon – Co-Präsidentin AVIVO Schweiz – 079 808 52 49

Kein «Bschiss» mit der Zweiten Säule!

Stopp dem «Rentenklau»!

Heute besteht einmal mehr Grund zu grosser Freude: Die Mehrheit der Stimmenden hat die total verunglückte BVG-Vorlage deutlich abgelehnt. Die Mehrheit der Stimmenden fiel auf die Mogelpackung nicht herein. Für uns ist dies der zweite Sieg in diesem Jahr, nach dem deutlichen Sieg in der Volksabstimmung vom 3. März über die Einführung der 13. AHV-Rente.

Die AVIVO und ihre 20’000 Mitglieder sind beruhigt und erfreut darüber, dass die Mehrheit der Stimmenden verstanden hat: Die Pensionskassen sind seit dem Ende der Tiefzinsphase in guter Verfassung, so dass die Senkung des Umwandlungssatzes unnötig geworden ist.

Die AVIVO und ihre Mitglieder werden, gestärkt durch diesen Sieg, weiterhin einen solidarischen und fortschrittlichen Umbau der Altersvorsorge unterstützen. Die Erste Säule (AHV) muss gestärkt werden. In der Zweiten Säule muss der «Rentenklau» endlich gestoppt werden. Heute versickern durchschnittlich rund 1’500 Franken pro Versicherten und Jahr in der Finanzindustrie und in der Kassenverwaltung. Das ist zu viel. Und die durchaus berechtigten Anliegen der so genannte Teilzeitler:innen müssen nun unverzüglich ins Gesetz (BVG) aufgenommen werden

Skandalös! Während der Abstimmungskampagnen wurden falsche Zahlen des BSV verwendet!

Wir haben immer gesagt, dass die seit vielen Jahrzehnten schlechtgeredete AHV ist in einem besseren Zustand ist, als vom Bundesrat und der rechten Parlamentsmehrheit behauptet.

Um sich gegen die Verbesserung der finanziellen Situation der Rentnerinnen und Rentner zu stellen, wurde während der Abstimmungskampagne für die 13. Rente, die wir gewonnen haben, ständig vom schlechten Zustand der AHV gesprochen. Dasselbe Argument musste auch hinhalten, um die Erhöhung des Rentenalters für Frauen im September 2022 durchzusetzen. Diese Abstimmung haben wir mit einer Differenz von bloss 32’300 Stimmen verloren! Wir fühlen uns betrogen.

Die Konsultation zur Finanzierung der 13. Rente wurde Anfang Juli beendet, obwohl BSV und Bundesrat seit Mai von den Fehlberechnungen Kenntnis hatten! Wen hält man da zum Narren? Deshalb ist jetzt eine seriöse Untersuchung erforderlich, zumal dies leider nicht das erste Mal ist, dass schwerwiegende Berechnungsfehler auftreten wie zum Beispiel bei der Unternehmenssteuerreform II und bei der Abstimmung über die Besteuerung von Ehepaaren.

Der Präsident und Vizepräsident von AVIVO Region Basel unterstützen die Forderung nach einer Wiederholung der Abstimmung zum Frauenrentenalter 65.

Medienmitteilung von AVIVO Schweiz

Abstimmung am 9. Juni 2024

Das Volk hat so entschieden: Es will das Budget der Haushalte nicht entlasten, das durch den unausweichlichen Anstieg der Krankenversicherungsprämien immer stärker belastet wird 

Ein schwarzer Sonntag für die AVIVO und ihre pensionierten Mitglieder, die ihre letzten Batzen zusammenkratzen müssen, nachdem sie ihr ganzes Leben lang für den Wohlstand des Landes gearbeitet haben. 

Lügen und irreführende Zahlen haben den gesunden Menschenverstand besiegt. Das Volk will keine Obergrenze für Krankenkassenprämien von 10% des verfügbaren Einkommens. Unser demokratisches System ist so beschaffen, dass trotz der breiten Zustimmung der Bevölkerung in zahlreichen Kantonen, ein gegenteiliges Votum in einer Mehrheit dieser Kantone die Waage in Richtung Ablehnung kippen liess.

Die AVIVO, mit ihren Sektionen und 20’000 Mitgliedern, wird ihren Kampf zugunsten der am stärksten benachteiligten Personen, insbesondere der älteren Menschen, fortsetzen. 

Der Vorstand der AVIVO Schweiz nimmt die heutigen Ergebnisse der eidgenössischen Volksinitiative «Maximal 10% des Einkommens für die Krankenkassenprämien»(Prämienverbilligungsinitiative), zur Kenntnis. Er drückt sein tiefes Bedauern und Unverständnis darüber aus, dass die Scheinargumente der Gegner und die Lügen, die in den letzten Wochen mit Millionenbeträgen in allen Medien verbreitet wurden und die sich darin gefallen, Ängste zu schüren, ihre Adressaten gefunden haben. 

Die Initiative wollte Menschen mit geringem Einkommen, Familien, Rentnerinnen und Rentner, aber auch die Mittelschicht schützen. Vergebliche Liebesmüh. 

Dieses Resultat der Abstimmung offenbart einen deutlichen Rückgang der Solidarität zwischen den Generationen und gleichzeitig einen immer tieferen Röstigraben zwischen den Regionen.

Im Übrigen nimmt die AVIVO Schweiz mit grosser Befriedigung die Ablehnung der Initiative für tiefere Prämien zur Kenntnis.

Es ist offensichtlich, dass die Älteren von diesem Prozess der Einschränkung der Pflege stark betroffen gewesen wären. Die AVIVO ist der Ansicht, dass die Politiker den exponentiellen Anstieg der Gesundheitskosten rasch in den Griff bekommen müssen, dies jedoch nicht auf Kosten derjenigen geschehen darf, deren Gesundheit schwächer ist, insbesondere der Älteren.

JA zur Prämien-Entlastungs-Initiative

Die Explosion der Krankenkassenprämien stoppen!

Abstimmungsempfehlung zur Abstimmung vom 9. Juni

Die Prämien haben sich seit 1997 mehr als verdoppelt, weil deren Höhe nicht begrenzt wird. Was von den Krankenkassen beschlossen wird, wird jedes Jahr jeweils schnell von der Bundesverwaltung abgesegnet. Während die Renten wie auch die Löhne stabil blieben, schwellen die obligatorischen Krankenversicherungsprämien an. Infolge der Pro Kopf-Finanzierung bezahlt ein alleinstehender Millionär die gleiche Prämie wie eine bescheidene Rentnerin. Und speziell eine Familie mit mehreren Kindern hat mit dem heutigen Finanzierungssystem das Nachsehen. Dies führt immer häufiger zur Verschuldung und Verarmung von Rentnerinnen und Rentnern und trifft auch Familien und Jugendliche.

Das jetzige KVG hält nicht mehr, was es verspricht. Denn immer mehr Gesundheitsausgaben müssen die Versicherten selbst übernehmen wie Franchise, Selbstbehalt, Verbände, Medikamente, Hilfsmittel, Zahnarztrechnungen etc.

Aus diesem Grund unterstützt AVIVO Schweiz, wie in der Initiative vorgeschlagen, dass die Prämien künftig gedeckelt werden, nicht mehr als 10% des verfügbaren Einkommens ausmachen dürfen. Als nächster Schritt muss die Abschaffung der sogenannten Kopfprämien erfolgen, mit anderen Worten eine Finanzierung der Gesundheitsausgaben über Steuern, wie das in den übrigen europäischen Ländern längst üblich ist.

NEIN zur Kostenbremse-Initiative

Keine Zweiklassenmedizin!

Abstimmungsempfehlung zur Abstimmung vom 9. Juni

Diese Initiative zielt darauf ab, die Gesundheitskosten zu senken, ohne im Text genau zu sagen, wie oder wo gespart werden soll. In der Praxis könnte sie den Druck auf das Pflegepersonal noch mehr erhöhen und die Leistungen der in Grundversicherung weiter abbauen.

Diese Initiative würde einen grossen Schritt in Richtung Zweiklassenmedizin bedeuten. Vor allem ältere und multimorbide Menschen wären die Benachteiligten. Der Versicherungsschutz würde ausgehöhlt, die Leistungen rationiert und lange Wartezeiten wären die Folge. In einem solchen System würden die Privatversicherten bevorzugt werden. Es gilt zu verhindern, dass in Zukunft nur noch diejenigen gut versorgt werden, die es sich leisten können.

Resolution der Generalversammlung

Resolution der GV von AVIVO Region Basel vom 9. April 2024
Die Generalversammlung von AVIVO Region Basel vom 9. April 2024 bekräftigt ihr Engagement für ein modernes, solidarisches System der Sozialversicherung und für existenzsichernde Renten, wie in der Bundesverfassung längst versprochen. Das Jahr 2024, mit mehreren Volksabstimmungen, stellt in vieler Hinsicht ein Schicksalsjahr für diese Ziele dar. 

Wir begrüssen die eindeutige Annahme der Initiative für eine 13. AHV-Rente und die noch viel deutlichere Ablehnung einer Erhöhung des Rentenalters als historischen Schritt. Und wir sind befremdet, dass das Abstimmungsergebnis von den meisten Medien als unüberlegt und verantwortungslos hingestellt wird! Dabei haben alle Befürwortenden klar gemacht, woher das Geld zur Finanzierung der Sozialwerke genommen werden soll.

Für die Abstimmung vom 9. Juni empfiehlt die Generalversammlung:

JA      zur «Prämien-Entlastungs-Initiative» als dringend notwendige Massnahme zur Entlastung von Familien, Rentnerinnen und Rentnern.

NEIN   zur «Kostenbremse-Initiative», weil diese das Risiko von Leistungskür-zungen und erhöhter Kostenbeteiligung in Kauf nimmt, aber kaum die Kosten-entwicklung beeinflussen können wird.

Ausserdem lehnen wir die Reform zur beruflichen Vorsorge (BVG 21) als unsozial ab und verpflichten uns zur aktiven Teilnahme am Abstimmungskampf im Herbst.

Und mit grosser Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass heute der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte EGMR von Strassburg mit einem historisch zukunftsweisenden Urteil der Klage der Klima-Seniorinnen stattgegeben hat!